Vestibularisparoxysmie

Vestibularisparoxysmie

Definition

Man spricht von Vestibularisparoxysmie, wenn der Hör- oder Gleichgewichtsnerv im Bereich des Übertrittes des Nerven vom Gehirn zum Nervenkanal mit einer Ader in Kontakt kommt. Dabei kann es zu kurzen Schwindelanfällen, wie bei einem Kurzschluss kommen.

Ursache

Die Ursache ist einfach eine anatomische Laune der Natur. Der Hör – und Gleichgewichtsnerv kaufen durch einen sehr engen Knochenkanal. Bei manchen Patienten kommt im Laufe der Jahre eine Ader in einen direkten Kontakt zu diesen Nerven und verursacht wenn man so will einen Kurzschluß.

Eine Ader verdrängt hier den Hör- und Gleichgewichtsnerven und schädigt diesen
Eine Ader verdrängt hier den Hör- und Gleichgewichtsnerven und schädigt diesen

Therapie

Es gibt mehrere Medikamente die hier helfen können. Angefangen von Betablockern über Carbamazepin und Phenytoin sowie Flunarizin gibt es eine große Anzahl wirksamer Substanzen, die von einem erfahrenen Therapeuten verschrieben werden müssen.

Auch hier sitzt eine Ader im sogenannten "Root - Entry" Bereich des Hör - und Gleichgewichtsnerven
Auch hier sitzt eine Ader im sogenannten „Root – Entry“ Bereich des Hör – und Gleichgewichtsnerven

Als letzter Ausweg sind auch operative Eingriffe möglich, um die Beschwerden zu lindern,

Dieser Erkrankung ist nicht sehr bekannt und wird auch häufiger auf MRT – Befunden übersehen.

Wie schon oft erwähnt, verlaufen Hör und Gleichgewichtsorgan
durch einen engen Kanal. Manchmal klemmt sich von der Innenseite ( Gehirnseite) eine kleine Ader in diesen Kanal ein, und ärgert damit durch den direkten Kontakt den Gleichgewichtsnerven.

Diese Diagnose kann nur radiologisch, das heißt mit Röntgenaufnahmen gestellt werden. Am besten sind diese in einem
MRT (Kernspin) erkennbar in der sogenannten CISS – Darstellung.
Typisch sind anfallsartige oder auch durchgehende Schwindelbeschwerden mitunter mit Kopfschmerzen kombiniert ohne typische Hörveränderungen. Die Unterscheidung zur vestibulären Migräne oder dem Morbus Meniére ist mitunter schwierig.

Die Erkrankung wird in aller Regel medikamentös behandelt,
zum Einsatz kommt hier z.B. Carbamazepin.