Lagerungsschwindel

Lagerungsschwindel

Definition

Beim Lagerungsschwindel habe sich kleine Kristalle aus dem Schwerkraftorgan „Utriculus“ gelöst und sind in einen oder mehrere Bogengänge verschleppt worden.

Dies verursacht einen in der Regel bewegungsabhängigen Schwindel für eine Dauer von ca. 30 Sekunden.

Lagerungsschwindel
Eine unverzichtbare Untersuchung ist die Lageprüfung. Im Bild sieht man die Position, die ein Proband einnehmen muß um Steinchen im hinteren Bogengang rechts zu erkennen

Ursache

Die „Ohrsteinchen“ oder Otolithen oder Otokonien benötigen wir, um die Schwerkraftwahrnehmung zu verstärken. Dazu liegen diese im Utrikulus, einem Schwindelorgan des Ohres, welches für die Wahrnehmung von Schwank und Kippbewegungen benötigt wird.  Wenn diese Steinchen sich in die Bogengänge verirren, erzeugen Sie einen Schwindel, der immer dann verstärkt auftritt, wenn Drehbewegungen des Kopfes (Kopfschütteln, oder Vor und Zurückbeugen oder Drehen im Bett) durchgeführt werden. Typischerweise dauert der Schwindel dabei selten länger als 30 Sekunden, kommt aber so lange immer wieder, bis die Ursache beseitigt wurde und die Kristalle wieder in den Utrikulus zurückbewegt wurden.

Therapie

Es stehen spezielle Krankengymnastische Übungen für die verschiedenen Bogengänge zur Verfügung, die Ihr Therapeut oder auch Sie selbst anwenden können, um den Schwindel zu beseitigen.

Beispiele für derartige Lagerungsübungen finden Sie z.B. in unserer Videoabteilung.