Video-Kopf-Impulstest

V-Kit oder HIT (Video – Kopf – Impulstest oder Head Impulse Test)

Der Video-Kopf-Impulstest ist eine klinisch mittlerweile routinemäßig eingesetzte Untersuchungsmethode für die Funktion der Bogengänge. Es wird allerdings ein anderer Frequenzbereich der Empfindung geprüft, als bei der kalorischen Prüfung (Reizung des Gleichgewichtsorgans mit Wärme und Kälte).

Gerade der Widerspruch zwischen dem Ergebnis der Kalorik und des Kopfimpulstestes gibt wichtige Hinweise z.B. auf einen M. Meniere oder auch auf die richtige Seite der Gleichgewichtsstörung.

Beim Kopf-Impuls-Test sitzt der Patient dem Untersucher gegenüber und fixiert
dessen Nasenspitze. Er soll versuchen die Nasenspitze auch dann zu fixieren, wenn sein Kopf schnell in eine Richtung ausgelenkt wird.

Bei einem gesunden Vestibulo – Okulären – Reflex (Gleichgewichts – Augen -Reflex kann diese Aufgabe problemlos erfüllt werden, weil das Gleichgewichtsorgan jede Kopfbewegung in wenigen Millisekunden an das Auge weiterleitet, und der Körper
die Augenstellung sofort korrigieren kann.

Fällt ein Gleichgewichtsorgan aus, so bemerkt der Kopf die Drehung nicht, und die Augen drehen sich wie bei einer Puppe mit dem Kopf weg. Der Proband kann den Untersucher nicht fixieren, und macht dann eine Rückstellsakkade, so dass er die Nasenspitze erst mit den Augen wiederfinden muss.

Die Untersuchung setzt einen erfahrenen Untersucher voraus. Auch dieser erkennt nur Augenbewegungen, die später als 200 ms beginnen.

Je länger die Störung besteht, desto leichter kann dieses Phänomen ausgeglichen und damit auch übersehen werden, weil die Rückstellsakkade schon während der Kopfdrehung beginnt.