SVV

SVV – Subjektive Visuelle Vertikale

Bei der SVV , der subjektiven visuelle Vertikale, soll die Wirkungsweise der eigenen Orientierung im Raum geprüft werden. Bei der SVV muss der  Proband versuchen, eine Kerze auf einem Computerbildschirm gerade hinzustellen, egal in welchem Neigungswinkel sein Kopf gerade steht.

Bei einem gestörten Neigungssensor des Patienten (dem Utrikulus) kommt es zu Abweichungen, die mit dem Computer registriert werden können.

SVV - subjektive visuelle Vertikale
SVV – subjektive visuelle Vertikale

 

…Ich war mir sicher, dass die Kerze gerade stand.

Ist der sogenannte Utrikulus im Gleichgewichtsorgan geschädigt,
so fällt es uns schwer Schräglagen richtig einzuschätzen.

Solange wir die Augen mitbenutzen können, gelingt und der
Ausgleich meistens schon. Schwierig wird es, wenn sich die
Lichtverhältnisse ändern, oder schlechte Sicht ist, oder gar die
optische Kontrolle völlig fehlt.

Wenn man in einem vollständig abgedunkelten Raum versucht,
einen schräg stehenden Strich gerade zu stellen, funktioniert
dies in Neutralstellung des Kopfes meist problemlos. Wird der
Kopf oder der ganze Körper aber 15 / 30 oder 45° zu einer Seite
geneigt, dann gelingt es nur Menschen mit einem gesunden
Schwerkraftorgan, diese wieder gerade, Subjektiv Vertikal (aufrecht), auszurichten.

In letzter Zeit wird das gleiche Spiel auch mit einer horizontalen
ausgeführt, was erstaunlicherweise z.T. deutlich andere Ergebnisse
bringt.

Die Subjektive Vertikale ist ein mittlerweile anerkanntes Verfahren,
um Störungen des Utrikulus aufzudecken.

Eine umfassende Abklärung der Zusammenhänge ist nur in einer dafür ausgerüsteten Schwindelambulanz möglich.

Schwindelambulanz-Sinsheim